Die neue Maisernte steht vor der Tür. Der Ertrag und die Qualität sind noch nicht abzusehen, doch der heiße und trockene Sommer dürfte, wie schon im Jahr 2018, zu starken Schwankungen im Futterwert führen. Der Wechsel von alter zu frischer Maissilage erfordert daher die notwendige Aufmerksamkeit. Neben einer Analyse der neuen Silage können das Verhalten der Kühe, die Milchproduktion und die Mistqualität viel über die Verdaulichkeit der neuen Maissilage aussagen.

Die Verdaulichkeit von Maissilage hängt stark vom Häckselzeitpunkt und der Silierdauer ab. Der Nährwert ist am höchsten bei einem gut abgereiften Kolben mit einem Trockenmassegehalt (TM) von mindestens 35 %. Je reifer der Kolben, desto höher ist der TM-Gehalt und desto höher ist die Beständigkeit der Stärke.

Während des Siliervorgangs nimmt die Beständigkeit der Stärke ab: Frische Maissilagen enthalten durchschnittlich doppelt so viel beständige Stärke wie ältere Silage. Beständige Stärke ist eine effiziente Quelle für Glucose. Wenn jedoch zu viel beständige Stärke gefüttert wird (> 1400 g/Kuh/Tag), ist die Verdauung im Darm eindeutig weniger effizient. Ein Überschuss an beständiger Stärke kann somit zur Ansäuerung des Dickdarms führen. Das Risiko von Verdauungsproblemen nach dem Fütterungsstart mit neuer Maissilage ist in den ersten 4 Monaten am höchsten. Anschließend sind die Verdaulichkeit und die Stabilität am höchsten.

Neue versus alte Maissilage: Was ist der Unterschied?

Ronozyme Rumistar

Rumistar ist ein registriertes Alpha-Amylase-Enzym von DSM, das die Verdaulichkeit der Maisstärke im Pansen und Darm erhöht. Die Abbauprodukte der Stärke im Pansen (Oligosaccharide) bilden einen Nährboden für die zellwandabbauenden Bakterien (= präbiotischer Effekt). Rumistar stimuliert daher nicht nur die Stärkeverdauung, sondern auch die Faser- oder NDF-Verdauung. Diese ist bei frischen Maissilagen am niedrigsten. Die Erhöhung der Faserverdauung führt sogar zu einem sichtbaren Effekt auf die Miststruktur.

Die Verwendung von Rumistar empfiehlt sich am besten:

  • In den ersten 4 Monaten nach der Silierung des teigreifen Maises
  • Bei Maissilagen mit hoher Stärkebeständigkeit (> 27 %)
  • Bei Rationen mit hohem Maissilageanteil: > 8 kg TM/Gesamtration

Praxisversuch bestätigt positiven Effekt auf Verdaulichkeit und Milchproduktion

Die erhöhte Verdaulichkeit der Maissilage führt zu mehr verfügbarer Energie und damit zu einer höheren Milchproduktion. Dies wurde kürzlich durch einen zweijährigen Versuch auf einem kommerziellen Rinderhaltungsbetrieb bestätigt. Kühe, die Rumistar erhielten, produzierten mehr Milch nach dem Wechsel von alter auf neue Maissilage. Während des ersten Versuchsjahres gaben die Rumistar-Kühe in den ersten 3 Monaten nach dem Wechsel 1,2 Liter mehr Milch. Im Folgejahr waren dies sogar + 2,0 Liter.

Die Auswirkungen auf die Milchproduktion sind in den ersten 4 Monaten nach dem Wechsel von alt auf neu eindeutig am größten. Ein guter Beweis, dass Rumistar die Verdaulichkeit der neuen Maissilage erhöht!

Wollen Sie mit Ronozyme Rumistar loslegen?

Dosierung: 12,5 g Ronozyme Rumistar pro Kuh und Tag (z. B. über Proteinkorrektor oder Mineralmischung).

Das Enzym ist auch in Form eines Ergänzungsfutters erhältlich (100 Gramm pro Kuh und Tag). Wenden Sie sich an Ihren Ansprechpartner bei Twilmij DSM, um weitere Informationen zu diesem Produkt zu erhalten!

Tierernährungsspezialist Dr. I. Gantois